200 Jahre Bürgerkapelle Gries 1821 - 2021

Blasmusikpop - Eine Blasmusikoper

Bereits seit vielen Jahren hatte der Kapellmeister Georg Thaler den Wunsch, eine Blasmusikoper aufzuführen. Allerdings gibt es weltweit nur sehr wenige Opern für Blasorchester und daher entstand die Idee, eine eigene Oper in Auftrag zu geben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein passendes Libretto und eine passende Geschichte zu finden, beschloss die Bürgerkapelle Gries, einen geeigneten Partner für ein so großes Projekt zu suchen, und wandte sich an das einzige Profitheater in Südtirol, die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB).

 

Dort wurde der Vorschlag einer Blasmusikoper von der Intendantin Irene Girkinger und dem Vorstand im Dezember 2017 begeistert aufgenommen. Nun galt es, einen geeigneten Stoff zu finden. Von den Vereinigten Bühnen kam der Vorschlag, den Roman „Blasmusikpop“ der jungen österreichischen Autorin Vea Kaiser als Oper auf die Bühne zu bringen.  

 

Vea Kaiser
Vea Kaiser

 

Vea Kaiser, geboren 1988, studierte Altgriechisch in Wien. Ihr Debütroman »Blasmusikpop« wurde 2013 als bestes deutschsprachiges Debüt auf dem internationalen Festival „Du Premier Roman“ in Chambéry vorgestellt und für den Aspekte-Preis nominiert. 2014 war sie Writer-in-Residence an der Bowling Green State University und wurde zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt. Im Jahr 2015 erschien ihr zweiter Roman »Makarionissi«, der in Deutschland und Österreich zum Bestseller wurde und von der Stiftung Ravensburger Verlag die Auszeichnung »Bester Familienroman« erhielt.

Im Roman "Blasmusikpop" erzählt Vea Kaiser die Geschichte einer Familie in St. Peter am Anger, die über drei Generationen hinweg auf kuriose Weise der Wissenschaft verfallen ist. Gegen die Engstirnigkeit und den Traditionssinn der St. Petrianer hegt Johannes A. Irrwein seit frühester Kindheit eine starke Abneigung. Bildungshungrig sehnt er sich nach jener aufgeklärten Welt, die er hinter den Alpenmassiven vermutet. Seinem Lieblingsautor Herodot, dem Vater der Geschichtsschreibung, nacheifernd, macht er sich daran, die Chroniken seines Dorfes zu verfassen - und verursacht dabei ungewollt das größte Ereignis in der Geschichte St. Peters, das das Bergdorf auf immer verändern wird.

Silke Dörner
Silke Dörner

 

Silke Dörner hat bereits das Libretto zur Oper geschrieben. Die 53-Jährige studierte Romanistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Siegen, Braunschweig und Paris, bevor sie unter anderem am Staatstheater Braunschweig, am Stadttheater Trier und am Landestheater Linz Aufträge annahm. Seit 1995 ist Frau Dörner am Theater Phönix in Linz für die Dramaturgie zuständig, zudem arbeitet sie als dramaturgische Beratung für Drehbuchentwicklung im ORF.

Thomas Doss
Thomas Doss

 

Thomas Doss ist bereits fleißig beim Komponieren. Der 1966 geborene Musiker schrieb mit 11 Jahren an erste Musikstücken und studierte in Linz, Wien, Salzburg, Maastricht und Los Angeles in den Fächern Dirigieren, Komposition, Instrumentation und Posaune.

Bis 2016 war er Professor für Blasorchesterleitung am Bozner Konservatorium "Claudio Monteverdi". Für seine zahlreichen Kompositionen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Die Produktion wird von zwei Regisseuren betreut. Es sind dies Alexander Kratzer und Christian Mair.

Alexander Kratzer ist 1971 in Innsbruck geboren und lebt dort als Regisseur und Autor. Er arbeitete unter anderem am Tiroler Landestheater, am Schauspielhaus Salzburg, am Theater Baden Baden und ist derzeit an den Vereinigten Bühnen Bozen für zahlreiche Inszenierungen zuständig, zuletzt für "Option. Spuren der Erinnerung", "Michael Kohlhaas" und "Bombenjahre".

Der 1980 geborene Bozner Christian Mair wurde am Stadttheater Bruneck ausgebildet und bekam anschließend ein Stipendium für das Nationaltheater Mannheim und das Staatstheater Stuttgart. Er kennt die Bürgerkapelle Gries sehr gut, da er bereits das Zirkusprojekt gestaltete, bei er in den Musikanten versteckte Talente erkennte.

Alexander Kratzer
Alexander Kratzer
Christian Mair
Christian Mair

Georg Thaler
Georg Thaler

Für die musikalische Leitung ist Kapellmeister Georg Thaler verantwortlich.

Der im Jahr 1968 geborene Georg Thaler absolvierte 1992 das Studium am Tiroler Landeskonservatorium im Konzertfach Klarinette. Kurz darauf schloss er jenes der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck ab und besuchte fortan Dirigierseminare bei Robert Reynolds und Eugene Corporon. Im Jahre 2006 beendete er das fünfjährige Dirigierstudium bei Jan Cober am "Höheren Institut für Blasmusikleitung" (ISEB) in Trient. Derzeit unterrichtet Georg Thaler Klarinette und Saxophon an der Musikschule Gries, wo er auch für die Kapellmeisterausbildung zuständig ist. Außerdem ist er Kapellmeistercoach des Verbandes Südtiroler Musikkapellen. 1996 übernahm Georg das Dirigentenpult der Bürgerkapelle Gries- 2021 feiert die Kapelle deshalb auch ihren Kapellmeister. 

 

Einige der Solostimmen sind bereits vergeben. Dabei werden nicht nur internationale Sänger sondern auch einige "Grieser Persönlichkeiten" zum Zug kommen. 

 

Dieses einmalige Projekt wird am 01. Jänner 2022 im Großen Haus des Stadttheaters Bozen uraufgeführt werden. Weitere Vorstellungen gibt es am 02., 05., 07., 08. und am 09. Januar 2021.

 

 

Die Tiroler Versicherung wurde wie auch die Bürgerkapelle Gries im Jahre 1821 gegründet. Anlässlich des gemeinsamen 200-jährigen Gründungsjubiläums im Jahr 2021 fördert die Tiroler Versicherung das Projekt Blasmusikoper.

Der Kartenvorverkauf hat bereits bei den Vereinigten Bühnen Bozen begonnen.

Kontakt

Bürgerkapelle Gries 

Fagenstrasse 45/c

39100 Bozen 

Steuernummer 80006220216

info@bkgries.it

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